Chancen und Risiken sind keine realen Phänomene. Sie sind mentale Konstruktionen zur Beschreibung möglichen Geschehens. Und sie dienen dazu, Entscheidungen zu treffen und diese vor sich selbst und gegenüber anderen Menschen zu begründen und zu rechtfertigen.

Risiken lassen sich nur teilweise durch objektivierbare Größen beschreiben, beispielsweise mittels der klassischen Risikoformel, die Risiko als Produkt aus Wahrscheinlichkeit und Tragweite definiert.

Ob Risken "notwendig" oder "verzichtbar" sind, ob sie als "vernachlässigbares Restrisiko" oder als "inakzeptabel" angesehen werden, ist hingegen allein eine Frage subjektiver Bewertungen.

Deshalb spielt Kommunikation in allen Phasen des Risk Management Prozess eine entscheidende Rolle. Risikokonsens ist nur herstellbar, wenn alle Beteiligten mit den gleichen Worten auch das jeweils gleiche meinen.
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