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Risikomanagement

Mehr gewinnen
als verlieren

Alles, was wertvoll ist, können wir verlieren: Freiheit, Leben und Gesundheit, Natur und Umwelt, kulturelle Vielfalt, materielle Werte, Chancen, Zukunft.

Absolute Sicherheit gibt es nicht.

Aber: Wir können unsere Systeme so gestalten, dass wir unter dem Strich mehr gewinnen als verlieren.

Das zu erreichen ist Aufgabe des Risikomanagements und seiner Teildisziplin Notfall- und Krisenmanagement.

Darum geht es in dieser Webpräsenz.

Kobe, Japan,1995: Hochleistungsgesellschaften sind extrem schadenempfindlich. © cb

Notfall- und Krisenmanagement

Was tun, wenn?

Wir können unsere Systeme gegen natürliche, technische und soziale Gefahren schützen. Dennoch kann plötzlich ein Ereignis eintreten, das zu Schäden und Verlusten führt.

Was dann?

Das Notfall- und Krisenmanagement befähigt Menschen, Schäden zu begrenzen, Verluste zu überwinden und aus der Not oder Krise wieder zur Normalität zurückzufinden – soweit dies möglich und leistbar ist.

Brandschaden: Der Verlust ideeller Werte wiegt oft schwerer als materielle Schäden. © cb

Feldforschung und Fallstudien

Prozesse verstehen

Schäden und Verluste resultieren aus komplexen Prozessen, die durch Naturphänomene, Unfälle, Gewalt, Erkrankungen, Fehlverhalten oder andere Ereignisse ausgelöst werden.

Um diese Prozesse gezielt beeinflussen zu können, muss man sie verstehen. Deshalb sind Feldforschung und Fallstudien unverzichtbare Grundlagen für das Notfall- und Krisenmanagement. Nichts ist so lehrreich wie die Wirklichkeit.

Feldforschung bedeutet genau hinzuschauen. In diesem Gebäude in Kobe sind infolge des Erdbebens 1995 zwei (!) Stockwerke kollabiert; das eine teilweise, das andere vollständig. © cb

Risikoanalyse

Wirkungen antizipieren

Wie sich Überschwemmungen, Stromausfälle, öffentliche Unruhen, extreme Ölpreisschwankungen oder andere Ereignisse auswirken, ist je nach System sehr unterschiedlich. Was das eine System zerstört, kann für ein anderes ohne gravierende Folgen bleiben.

Deshalb beginnt systematisches Notfall- und Krisenmanagement mit einer umfassenden Wirkungsanalyse (Impact Analysis), um die möglichen Folgen definierter Ereignisse zu erkennen. Erst dann kann man diesen auch wirksam begegnen.

Wie sich Überschwemmungen (hier Mississippi-Missouri-Flood 1993) auswirken, hängt vor allem von der Schadenempfindlichkeit der betroffenen Systeme ab. © cb

Zeitbasierte Schadenrelevanz-Analyse

Alles eine Frage der Zeit

Manche Schäden entwickeln sich über lange Zeit, beispielsweise wenn aus einer Pipeline langsam Giftstoffe ins Grundwasser sickern. Andere Schäden entwickeln sich innerhalb von Sekunden oder Minuten, etwa Brände.

Mittels der zeitbasierten Schadenrelevanz-Analyse wird untersucht, wie schnell definierte Ereignisse zu einem für das betroffene System relevanten Schaden führen. Daraus kann abgeleitet werden, wie schnell auf diese Ereignisse reagiert werden muss, um den Prozess wirksam beeinflussen zu können.

Auch ein Brand muss sich erst entwickeln. Das bietet die Chance, ihn wirksam zu bekämpfen. © cb

Maßnahmenplanung

Richtig ist, was passt

Welche Maßnahmen für die Bewältigung von Notfällen und Krisen am besten geeignet sind, hängt von den definierten Schutzzielen, den Bedürfnissen, Ressourcen und der Kultur des jeweiligen Systems ab.

Folglich gibt es nur wenige Patentrezepte. Aber es gibt bewährte Methoden, gemeinsam mit den Beteiligten die passende Lösung zu entwickeln.

In Venedig sind Rettungsboote das passende Transportmittel für die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung. © cb

Sicherheitskonzepte

Kultur ermöglichen

Großveranstaltungen sind mit besonderen Risiken verbunden. Werden diese frühzeitig erkannt und systematisch analysiert, können sie gezielt behandelt und weitgehend kompensiert werden.

Die große Herausforderung besteht in der Balance zwischen Freiheit und Sicherheit. Grundlage für jedes Sicherheitskonzept ist deshalb die politische Entscheidungen, wie viel Risiko eingegangen werden darf. Denn ganz ohne Risiko geht es nie.

Pilger auf dem Freiburger Messplatz während des Besuchs von Papst Benedikt XVI - gut behütet von Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und anderen Behörden und Organisation mit Sicherheitsaufgaben.
© Patrick Seeger

Kommunikation

Handlungsabstimmung

In Notfällen und Krisen müssen die Akteure ihre Handlungen schnell und unter hohem psychischen Druck aufeinander abstimmen. Damit kommt der Kommunikation eine zentrale Bedeutung zu: Suboptimale Ereignisbewältigung wird meist auf „Kommunikationsprobleme“ zurückgeführt.

Zu den wichtigsten Aufgaben des Notfall- und Krisenmanagements zählt deshalb, die Voraussetzungen für eine gelingende Kommunikation zu schaffen.

Lageskizze. Gut genug, wenn alle Akteure wissen, was sie bedeutet. © cb

Ausbilden

Erfahrungswelten

Je seltener die zu bewältigenden Situationen sind, desto weniger sind wir mit ihnen vertraut.

Deshalb versucht das Notfall- und Krisenmanagement „unnormale“ Situationen für die zuständigen Akteure zu „normalisieren“. Beispielsweise indem man ihnen Lern- und Erfahrungswelten zur Verfügen stellt, in denen sie unter realitätsnahen Bedingungen eigene Erfahrungen gewinnen können.

Einsatzübung in der Tunnel-Übungsanlage der International Fire Academy. © cb

Theorie

Unterschiede machen

Auch das Notfall- und Krisenmanagement braucht theoretische Grundlagen: Unterschiede erkennen, definieren, beschreiben.

Was, zum Beispiel, sind die Unterschiede zwischen Notfällen und Krisen? Wann wird die Krise zur Katastrophe? Was ist Präservation und was Präparation?

Eine gute Theorie liefert die Begriffe, die wir brauchen, um uns über die praktischen Erfahrungen und Aufgaben austauschen zu können.

Drei-Phasen-Model für die zeitliche Strukturierung des Notfall- und Krisenmanagements. Grafik: Melanie Waigand-Brauner

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